2025 – Das Jahr, in dem ich Mama wurde

“2025 was the year wishes came true and roots grew deeper. Lessons are commencing and I’m paying close attention. ❤️”

Hab ich mich verändert?

Ich habe oft darüber nachgedacht, wie sich dieser Moment anfühlen würde. Ob ich bereit bin. Ob ich mich verliere. Ob ich mich verändere. Die Wahrheit ist: Ja – ich habe mich verändert. Aber nicht, indem ich jemand anderes geworden bin. Sondern indem ich mir selbst näher gekommen bin.

Mama zu sein bedeutet für mich nicht nur Fürsorge. Es bedeutet Präsenz. Langsamkeit. Beobachten. Spüren. Es bedeutet, Zeit anders zu verstehen. Früher war Zeit etwas, das ich organisierte. Heute ist Zeit etwas, das ich erlebe. Ich hätte nicht gedacht, wie sehr ich es genießen würde, einfach mal nur zu sein und in den Tag zu leben. Jeder Tag wirkt ruhig, manchmal monoton – und gleichzeitig passiert immer wieder etwas Neues. Denn Liebe ist Wiederholung. Tag für Tag. Nacht für Nacht.

Und manchmal sitze ich einfach da, schaue mein Kind an und denke:
Ich möchte nirgendwo anders sein.

Mama Sein

Ich habe in meinem End-of-Year-YouTube-Video schon erzählt, wie gerne ich Mama bin – auch, weil mir der Raum dafür gegeben wird, wirklich Mama zu sein. Der Moment, als meine Eltern in mein Wochenbett kamen, hat mir so viel Halt gegeben. Ich habe mich getragen, sicher und aufgehoben gefühlt. Meine Mama war 3,5 Monate bei uns und hat mich unterstützt. Diese Zeit war für mich nicht nur Hilfe, sondern auch Liebe, Nähe und Vertrauen.

Generell habe ich viele Menschen um mich herum, die mich unterstützen und mir Care-Arbeit abnehmen – ob Familie, meine Mädels und sogar meine Jungs, die da sind. Wer hätte gedacht, dass meine Tochter sich pudelwohl fühlt bei einem Männerabend mit ihren 6 Onkels und Papa, während ich abends mit meinen Freundinnen bin?

Und ich weiß: Nicht jede Frau bekommt diesen Raum. Nicht jede Mutter darf einfach nur Mutter sein. Zwischen Erwartungen, Arbeit, Rollen und Druck verlieren viele sich selbst. Ich spüre tiefe Dankbarkeit, dass ich diesen Raum habe – dass ich mein Kind nicht nebenbei erlebe, sondern wirklich.

Glaubenssätze & gesellschaftliche Strukturen

Gleichzeitig macht es mich traurig zu sehen, wie unsere gesellschaftlichen Strukturen noch sind. Wie alte Glaubenssätze uns erzählen, dass Mama sein und Arbeiten nicht zusammengehen. Wie unsichtbar Care-Arbeit und Mutterschaft oft noch sind.

Aber ich erlebe: Es geht. Nur anders, in einem anderen Rhythmus. Nicht in dem Tempo, das von uns erwartet wird – sondern in einem eigenen. Ich glaube nicht, dass Mütter sich entscheiden müssen. Vielleicht geht es nicht darum, alles gleichzeitig zu schaffen.
Sondern darum, neu zu verstehen, wie Leben sich anfühlen darf.


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Zwischen Tun und Sein

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